Ensemble Modern

Ensemble Modern
Sonntag | 5. April 2020 | 20:00 Uhr


1 2 3 4 zig Jahre Ensemble Modern – Jubiläumszyklus 2020

Wachstum – Vom Solistenensemble zum sinfonische Apparat
Les espaces acoustique

Ensemble Modern
Junge Deutsche Philharmonie
Megumi Kasakawa, Viola
Sylvain Cambreling, Leitung

Gerard Grisey: Périodes für sieben Instrumentalisten, Partiels für 18 Instrumentalisten
Georg Friedrich Haas: La Profondeur für 13 Instrumentalisten, Monodie für 18 Instrumente

Konzerteinführung um 19:00 im Mozart Saal

Gérard Grisey, einer der Begründer der sogenannten „musique spectrale“, hatte ein Credo, das ebenso simpel wie provokant war: „Musik wird mit Klängen gemacht und nicht mit Noten.“ Komponieren bedeutete für ihn, zunächst ein- mal in die Natur der Klänge einzutauchen, ihre Obertonspektren zu ergründen und sie dann in den Prozess des Klanggestaltens einzubeziehen. Ausdruck dieses neuen Verständnisses von Musik ist das umfangreiche Opus „Les espaces acoustiques“ (1974–1986), ein sechsteiliger Zyklus, der den Klang vom Solostück bis zum sinfonischen Satz in immer neuen instrumentalen Besetzungen auslotet und dabei den Hörer in die unerhört farbenreichen akustischen Innenräume der Klänge mitnimmt. „Les espaces acoustiques“ gilt heute als ein Meilenstein in der Geschichte der Spektralmusik. Das Ensemble Modern kombiniert zwei Teile aus diesem selten aufgeführten epochalen Werk mit Musik von Georg Friedrich Haas, die in der Nachfolge des Spektralismus entstand. Die Leitung hat der in Frankfurt bestens bekannte Sylvain Cambreling.

Der Jubiläumszyklus „1 2 3 4 zig Jahre Ensemble Modern“ wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Foto: Ensemble Modern © Vincent Stefan


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