Konzerne als Retter – Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe

Konzerne als Retter – Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe
Dienstag | 14. Mai 2019 | 19:30 Uhr


Von Valentin Thurn, Caroline Nokel, DE 2017, 86 Min.,
Filmreihe: „Die Schöpfung bewahren”

Die Vereinten Nationen haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2030 sollen Armut und Hunger weltweit beendet werden. Um das zu erreichen, setzt die staatliche Entwicklungshilfe zunehmend auf die Privatwirtschaft. Die Dokumentation analysiert die politischen Hintergründe öffentlich-privater Partnerschaften in der Entwicklungshilfe. Sie beleuchtet sieben unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit im Ernährungs- und Landwirtschaftssektor in Kenia, Sambia und Tansania: vom Versuch deutscher Unternehmen, die Produktivität kenianischer Kartoffelbauern zu steigern, bis hin zum Investmentfonds, der Entwicklungsgelder nutzt, um mit gigantischen Soja- und Maisplantagen Rendite für Anleger in Deutschland zu erzielen. Der aufwendig recherchierte Film zeigt den Missbrauch staatlicher Entwicklungsgelder durch die Industrie auf und macht den Grundkonflikt zwischen industrieller und kleinbäuerlicher Landwirtschaft deutlich.
Zum Filmgespräch kommen die Regisseurin Caroline Nokel und ein Vertreter der GIZ.