Radulović – Staatliches Sinfonieorchester Russland – Boreyko

Radulović – Staatliches Sinfonieorchester Russland – Boreyko
Sonntag | 16. Februar 2020 | 20:00 Uhr


Extrovertierter Geigenvirtuose

„Ich mag einfach gute Musik, und die kann man überall finden.“ Nemanja Radulović ist Grenzgänger. Seine musikalische Heimat? Die Welt. „Ich denke, wir können unsere Inspiration aus verschiedenen Traditionen ziehen, aus unterschiedlichen Kulturen und Genres“, ist sich der serbisch-französische Geiger sicher, dem das feurige Temperament bis in die wilde Löwenmähne reicht. Mit Konventionen steht Radulović auf Kriegsfuß und betont: „Es ist sehr wichtig, dass man sich auf der Bühne so zeigt, wie man wirklich ist, und nicht nur etwas vorspielt.“ Stiefel und Lederhose sind das Outfit indem er sich wohlfühlt, doch in Tschaikowskis Violinkonzert tut er es ganz offensichtlich auch. Für dessen wilde Leidenschaften und die Gratwanderung zwischen auftrumpfender Virtuosität und zarter Lyrik hat er ein intuitives Gespür und Händchen. Und wenn aus dem Finalsatz pure Lebensfreude klingt, ist Radulović ganz in seinem Element.

Anatoli Ljadow
Der verzauberte See op. 62

Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35

Anatoli Ljadow
Kikimora op. 63

Igor Strawinski
„L’Oiseau de feu“ (Der Feuervogel). Ballett-Suite für Orchester (1945)

Nemanja Radulović, Violine
Staatliches Sinfonieorchester Russland
Andrey Boreyko, Leitung

Foto © Milan Djakov


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