Seong-Jin Cho

Seong-Jin Cho
Mittwoch | 25. März 2020 | 20:00 Uhr


PRO ARTE-Debüt eines bescheidenen Stars

„Wissen Sie: Am liebsten wäre es mir“, gestand Seong-Jin Cho kürzlich gegenüber dem Magazin concerti, „wenn die Leute ganz schnell vergessen, dass ich 2015 den Chopin-Wettbewerb in Warschau gewonnen habe.“ So schnell wird er diesen Markstein seiner jungen Karriere allerdings noch nicht abschütteln können. Immerhin katapultierte er sich damit in die vorderste Reihe der Klavierszene – dorthin, wo auch eine Martha Argerich, ein Maurizio Pollini oder ein Krystian Zimerman residieren. Seit seinem Warschauer Triumph geht es steil aufwärts für den Südkoreaner, der so bescheiden und zurückhaltend im Auftritt ist. Zu Kopf gestiegen ist ihm der Erfolg wahrlich nicht. Und trotzdem weiß er, dass eine gute Portion Mut zum Risiko in jeden Auftritt einkalkuliert sein muss. In Liszts h-Moll-Sonate braucht er das auch. Sie ist pianistischer Prüfstein, erfordert eine exzellente Technik und ein herausragendes Gestaltungsvermögen. Keine Frage: Seong-Jin Cho hat beides im Überfluss.

Johannes Brahms
6 Klavierstücke op. 118

César Franck
Choral et Fugue FWV 21

Alban Berg
Klaviersonate op. 1

Franz Liszt
Klaviersonate h-Moll S 178

Seong-Jin Cho, Klavier

Foto © Harald Hoffmann / DG


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