Smeltz

Smeltz
Freitag | 15. März 2019 | 20:00 Uhr


VVK 16 Euro zzgl. Gebühren, AK 20 Euro
Einlass 20 Uhr, Beginn 20.30 Uhr

Söhne des Metalls: Handwerk mit Leidenschaft, bei dem ein Zahnrad ins andere greift. Hitze. Schweiß. Lärm. Funkenflug. Hart arbeitende Männer. Hämmer schlagen auf Ambosse. Dazwischen tanzt eine bizarre Gestalt mit Melone einen surrealen Walzer, rezitiert dabei schaurig schöne und ekelhafte Gschichten. Sie denkt, grantelt, schimpft, philosophiert und brüllt in der ihr in die Wiege gelegten Sprache, dem Wienerischen.

Schubladen aus den Wiener Werkstätten: Hirn mit Ei: Eine Mischung aus Qualtinger und g’walti(n)ger Musik. Abgetragene Anzüge, Patina. Männer mit Vintage Verstärkern und Gitarren mit starken Gebrauchsspuren. Nicht nur die Hardware. Würstelstandphilosophie am mitternächtlichen Gürtel mit einem Soundtrack irgendwo zwischen Audioslave und St. Vitus…

Heißes Pflaster: SMELTZ, so lautete die erste urkundliche Erwähnung der Schmelz im Wiener 15. Gemeindebezirk. Einst K.u.K. Paradeplatz, dann Naherholungsgebiet, Tummelplatz für dunkle Gestalten und berüchtigte Straßenbanden. Eine Oase in einem traditionellen, linksliberalen Arbeiterbezirk und hervorragender Bandname.

SMELTZ: „Hirn mit Ei“ oder: Alternative Metal/Grunge. Eine musikalische Renaissance des Grunge-Metals, handgemacht, ohne Netz und ohne doppelten Boden. Die Musiker allesamt genauso Vintage wie ihre Instrumente. Mit dezenten Kratzern und Gebrauchsspuren versprühen sie den Charme und die Ruhe von Verteranen die nicht jeden „hippen Scheiß“ mitmachen müssen, in sich ruhen und aus ihrer Ecke heraus den Ring kontrollieren. Wienerisch eignet sich perfekt diese subversive Arroganz zu transportieren. Versteht zwar nicht jeder, aber egal, sollen sie sich halt ein bisserl anstrengen. Das war schon bei Falco so, also, warum nicht auch jetzt?
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